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Pfarrbrief Dezember Januar Februar März

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Liebe Schwestern und Brüder,


 

von der Geburt des Herrn strahlt Licht aus in das ganze Jahr. In besonderer Weise macht das Fest der Darstellung des Herrn – Mariä Lichtmess – das deutlich. An diesem Fest, an dem der Herr das erste Mal in den Tempel kommt, werden Kerzen für das ganze Jahr gesegnet.
Kerzen von denen ein Strahlen ausgeht. Dieses warme Licht einer Kerze kann einen Menschen in seinem Inneren erleuchten und hinaus wirken in das ganze Leben von Menschen.
Es ist gut, sich bewusst zu machen, dass Jesus beim ersten Mal in den Tempel getragen wird, da er noch ein Neugeborener ist. Das ist der Glaubensweg von vielen Menschen, die von ihren Eltern in den Glauben getragen werden. Eltern, die den Glauben weiter geben, weil sie erlebt haben, was für eine Gnade es ist, den christlichen Erlösungsglauben zu haben und solche Gnade gerne an ihre Kinder weitergeben wollen, damit auch sie in und aus dieser Gnade leben können.
Es geht um gelingendes Leben, das auf einem guten Fundament aufgebaut ist. Für ein solch gelingendes Leben ist Tugend ein sehr hilfreiches Mittel und ein guter Maßstab. Wie alle wichtigen Eigenschaften braucht auch Tugend immer wieder Übung. Dazu hilft mir eine durchdachte und wohlbegründete Moral, in der allgemeingültige Normen begründet sind und eine Gütertheorie, in der geklärt wird, welche Dinge im Leben erstrebenswert sind.
Wenn man auch nicht immer sagen kann, was normativ gut ist, so helfen einem Klugheitsregeln. Ein guter Maßstab ist dabei, eine innerlich fundierte gute Laune zu haben, die darauf beruht, dass ich in meinem Reden und Handeln mit meinen Maßstäben übereinstimme. Dann kann mir ein Leitsatz wie: „Wenn du häufiger gut gelaunt sein möchtest, dann tue...“ sehr hilfreich sein.
Der französische Philosoph und Schriftsteller Emile Chartier (1868-1951), bekannt unter seinem Namen Alain, schrieb dazu: „Wenn ich zufällig ein Lehrbuch der Moral zu verfassen hätte, würde ich den obersten Platz unter den Pflichten der guten Laune einräumen.“
Eine über viele Jahrzehnte laufende Nonnenstudie von Frauen, die im Jahr 1940 in ihren Orden eingetreten sind mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren, hat aufgezeigt, dass diejenigen von den Eintretenden mit positiven Emotionen zum Leben bei sonst weitgehend gleichen Lebensumständen eine durchschnittliche zusätzliche Lebenserwartung von zehn Jahren hatten gegenüber den Mitschwestern, die das nicht hatten.
So sind wir eingeladen, erleuchtet vom Licht Christi, diese positive Einstellung zum von Gott geschenkten Leben wirken zu lassen, für uns und für unsere Umwelt, die Menschen mit positiven Emotionen gut vertragen kann.
Damit wir das auch mit einer guten Gesundheit können, ist uns am Monatsbeginn der Blasiussegen geschenkt.
 

Im Gebet verbunden

Steffen Karas