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Pfarrbrief Dezember Januar Februar März

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Liebe Schwestern und Brüder,


 

am Anfang des Monats Februar beginnen die Winterferien. Diese Zeit wird besonders von den Kindern herbeigesehnt, aber auch von den Erwachsenen. Sie unterbrechen den Alltag in der Schule und in manchen Fällen auch in der Arbeit. Sie sollen Erholung bringen und neue Kräfte können gesammelt werden.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         
Auch Jesus hat Ferien gemacht. Er ist mit seinen Schülern wandern und spielen gegangen. Er hat Körper und Seele des Menschen als Einheit gesehen. Der Evangelist Markus erzählt, wie Jesus seine Jünger wieder empfangen hat, nachdem er sie zum ersten Mal ausgesendet hat, um das Evangelium zu verkünden: „Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus.“ (Mk 6,31).                                                                                                                                                                                                                                                                           
Wir alle brauchen die Zeit für unsere Familie und Freunde, die Zeit zum Ausspannen, die Zeit für Wesentliches. Die Ferienzeit bringt Impulse für Glaube und Leben, damit Menschen wieder miteinander und mit Gott ins Gespräch kommen. Bei dem Genuss der Schönheit der Schöpfung und der Kultur können wir die Möglichkeit nutzen, Gott dafür zu danken und ihn zu loben.                                                                                                                                                                                                                                                                                                       
Um die Beziehung mit Gott zu stärken, kommt uns am Ende des Monats Februar die Fastenzeit entgegen. Die Fastenzeit bezeichnet die österliche Bußzeit, die 40 Tage dauernde Vorbereitung auf Ostern. Sie beginnt unmittelbar nach Karneval mit dem Aschermittwoch und endet an Gründonnerstag. Karfreitag und Karsamstag sind ebenfalls Fasttage, zählen aber nicht zur österlichen Bußzeit. Die Sonntage in der Fastenzeit gelten nicht als Fastentage und werden deshalb nicht mitgezählt. Deswegen dauert die Fastenzeit 40 Tage.                                                                                                                                              
Für die Fastenzeit werden den Christen drei Dinge mit auf den Weg gegeben: zu beten, zu fasten und zu geben. Die Gläubigen sollen sich in der Fastenzeit besonders gegen Not und Ungerechtigkeit einsetzen. Das können sie tun, indem sie zum Beispiel die Hilfswerke der Kirchen unterstützen oder den Armen Almosen geben. Beten und Fasten dagegen sind sehr stark nach innen gewandt. Die fastende Person nimmt sich selbst und ihr Leben in den Blick. Die Fastenzeit gilt als die Zeit der inneren Umkehr, in der man nicht immer nur an sich denkt, sondern Verzicht übt zugunsten anderer und den Dialog mit Gott sucht, um das wirklich Wichtige in den Blick zu nehmen.
So wünsche ich Ihnen eine gute und gesegnete Zeit.

Im Gebet verbunden

Ihr Kaplan Krzysztof Gaul