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Pfarrbrief Oktober November Dezember Januar

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Liebe Schwestern und Brüder,


 

in wenigen Tagen beginnt die Adventszeit. Advent – das heißt Warten auf die Ankunft des Herrn. In unserer heutigen Gesellschaft werden die Wochen vor Weihnachten bevorzugt als Vorweihnachtszeit bezeichnet und gelebt, in der über einen langen Zeitraum gestreckt bereits Weihnachten in Häppchen gefeiert wird mit Tannenbäumen, Weihnachtsfeiern, Lichterglanz und Lebkuchen. Ohne das vorweihnachtliche Treiben verteufeln oder den Advent wieder zu einer Fastenzeit erklären zu wollen, die er früher einmal war, möchte ich doch fragen: Wie können wir als Christen das Eigentliche der Adventszeit zur Geltung bringen? Das Warten, das Vorbereiten, das Aushalten der Dunkelheit, bevor das Licht der Heiligen Nacht die Dunkelheit erhellt?
In der Vorbereitung des diesjährigen Krippenspiels in Blankenfelde hat sich die Planungsgruppe zu dieser Frage Gedanken gemacht und wir möchten Sie einladen, sich mit uns auf den Weg nach Bethlehem zu machen: An den vier Adventssonntagen wird es jeweils zu Beginn der Heiligen Messe in Blankenfelde einen Impuls zu aktuellen Themen unserer Zeit geben, zu denen uns die Weihnachtsgeschichte angeregt hat. Diese Themen werden dann am Heiligen Abend im Krippenspiel als Blitzlichter die Erzählung der Weihnachtsgeschichte unterbrechen und so Bezüge der biblischen Geschichte zur Gegenwart aufzeigen.
Das erste Thema ist „Familie“ und schließt an die Szene an, in der Josef darüber nachdenkt, wie er sich zur unerwarteten Schwangerschaft Marias verhalten soll. An die Szene der Herbergssuche knüpft das Thema „Menschlichkeit“ an und blickt auf Menschen unserer Zeit, die vor verschlossenen Türen stehen, keinen Platz finden und sich nach einer Bleibe und Menschlichkeit sehnen. Die Dunkelheit der Nacht vor der Geburt Jesu lässt uns nach dem Zustand der notleidenden Schöpfung fragen. Und wenn schließlich die Engel den Frieden auf Erden verkünden, so lenkt das unsere Gedanken zu den Menschen, die heute unter Krieg und Gewalt leiden und Frieden so dringend herbeisehnen. „Familie“, „Menschlichkeit“, „Schöpfung“ und „Frieden“ – vier Themen, die uns die Weihnachtsgeschichte ans Herz legt und für die wir Sie in den vier Adventswochen um Ihr Gebet bitten.
Die Advents- und Weihnachtszeit fordert uns in besonderer Weise auf, uns unseren Mitmenschen zuzuwenden, auch indem wir mit den Menschen in Not teilen – hier bei uns, aber auch überall in der Welt. In der Krippenandacht erbitten wir deshalb Ihre Spende, um Menschen in unserer Pfarrei, die unserer Hilfe bedürfen, unterstützen zu können. Pfarrgemeinde ist auch immer Solidargemeinschaft. Wir stehen betend, aber auch ganz praktisch und tatkräftig füreinander und für die, die sich an uns wenden, ein. Unterstützen Sie uns bitte mit Ihrer Spende für die sozialen Aufgaben unserer Pfarrei. Die Kollekte in der Christnacht geht an das bischöfliche Hilfswerk Adveniat. Die Weihnachtsaktion 2018 von Adveniat steht unter dem Motto „Chancen geben - Jugend will Verantwortung“ und will benachteiligten Jugendlichen in Lateinamerika Zukunftschancen eröffnen.
Auf konsequente Weise solidarisch gelebt hat der Heilige Nikolaus, der sich für Bedürftige, für Kinder und Familien einsetzte. Das Blankenfelder Patronatsfest feiern wir mit der ganzen Pfarrei am Sonntag, den 9. Dezember um 10 Uhr mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der St. Nikolaus-Kirche und anschließender Möglichkeit zur Begegnung. Dazu herzliche Einladung!
Bethlehem, das ist nicht nur ein Ort, an dem vor gut 2000 Jahren Jesus geboren wurde. Bethlehem ist auch heute überall da, wo Mensch und Schöpfung leiden und auf Heilung warten.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein hoffnungsvolles Warten auf das Licht der Heiligen Nacht.
 



Ihre Judith Lübker