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Pfarrbrief Oktober November Dezember Januar

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Liebe Schwestern und Brüder,


 

immer wieder ist der Dezember eine Zeit, in der viele Menschen zurück blicken auf ein Jahr, das für so manchen wieder ganz schnell vorüber gegangen ist. Oft stellt man dann fest, wie viel noch vorzubereiten ist für die großen Feste, die dieser Monat mit sich bringt.
Die Adventszeit lädt einen ein, darauf zu schauen, dass es zwar eine Vorweihnachtszeit ist in dem Sinne, dass wir eingeladen sind, uns in dieser Zeit auf Weihnachten vorzubereiten, jedoch nicht eine vorgezogene Weihnachtszeit.
Sich in diese Adventsstimmung hinein zu leben, kann einem durchaus erschwert werden, wenn so vieles nicht adventlich, sondern schon weihnachtlich geschmückt und gestimmt ist. Da wird quasi der Adventskranz übergangen und es kommt gleich der Weihnachtsbaum zum Einsatz. Weil er dann aber schon so lange im Haus gestanden hat, steht so mancher von diesen Bäumen bereits am 27. Dezember wieder draußen. Daneben gibt es viele Menschen, bei denen die Weihnachtszeit weit ins neue Jahr hinein geht, teils bis zum Fest der Darstellung des Herrn, dem 2. Februar (Dieser Tag ist oft noch bekannt unter dem früheren Namen Mariä Lichtmess).
So wird es immer mehr zu einer persönlichen Frage, wie ich meine Advents- und Weihnachtszeit gestalte angesichts der vielen Eindrücke und Erwartungen, die auf mich einwirken.
Als Christen wissen wir, Christus kommt als neugeborenes Kind in die irdische Welt. Eigentlich kommt er damit in seine Welt, denn wie es in der Schöpfungsgeschichte des Johannes Evangeliums beschrieben ist, ist durch ihn diese Welt erst geworden. Damit wissen wir, es ist eine Welt, die göttlichen Ursprungs ist, dazu beschenkt und ausgestattet mit großer Freiheit des Menschen und der Natur und in großer Freiheit durch das göttliche Wort, den Logos, gestaltet, der von Johannes mit Christus gleich gesetzt wird.
In diesen Tagen kann einem der Blick auf die schönen Zeichen der Vorbereitung auf Weihnachten, wie Adventskranz und vieles mehr, sehr viel helfen, den eigenen Blick zu heben auf das kommende Licht der Weihnacht, das von der Krippe aufgeht und mit dem der Heiland mich zutiefst erleuchten und befreien will.
Ich wünsche allen gute Schritte auf dem Weg des gelebten Glaubens.
 

Im Gebet verbunden

Steffen Karas