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Pfarrbrief Februar März April Mai

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Liebe Schwestern und Brüder,


 

der April ist in diesem Jahr natürlich geprägt von der Fastenzeit und Ostern. Doch gibt es zu Ostern einen besonderen Brief. Von daher will ich hier vor allem auf das Patronatsfest in Trebbin am 28. April schauen.
Der Heilige Josef von Nazaret ist ein Mensch, der durchaus nachfragend und nachdenkend seine Anfrage annimmt und ihn dann in großer Treue und Selbstverständlichkeit seinen Auftrag erfüllt.
Er ist dabei ein zutiefst ökumenischer Heiliger. Schon ganz früh wurde er in der Ostkirche verehrt. Die westliche Kirche war da noch lange mit der Frage beschäftigt, was die Vaterschaftsbeziehung zu Jesus juristisch bedeutete. Erst ab 850 begann dann auch in der Westkirche noch sehr zögernd seine Bedeutung und sein Auftrag für das Heilsgeschehen mehr in den Blick zu kommen.
Da er nach der Überlieferung im Beisein von Jesus und Maria starb, wurde er ab dem 17. Jahrhundert zur Zuflucht der Sterbenden. Die Menschen wussten, in der geistigen und geistlichen Gegenwart von Christus und Maria ist es ein gnädiger Übergang in die Ewigkeit.
Im Jahr 1870 wurde Josef durch Papst Pius IX. zum Schutzpatron der katholischen Kirche erklärt. Seine große Bedeutung für die Katholiken erkennt man daran, dass im 20. Jahrhundert die Zahl der Kirchen, die dem Heiligen Josef geweiht wurden, nur von der Zahl der Kirchen übertroffen wurde, die Maria geweiht wurden.
So hat sich Josef zu einem Heiligen entwickelt, der in guter Ökumene die Ost- und die Westkirche verbindet.
Seine Attribute sind der Wanderstab, das Winkelmaß oder anderes Werkzeug, das auf seinen Beruf als Zimmermann verweist. Bis zum 15. Jahrhundert wurde er dabei als junger Mann ohne Bart abgebildet, dann wechselte es zu einer Darstellung als bärtiger, älterer Mann.
Da Josef als Bauhandwerker tätig war und traditionell der Patron der Arbeiter, besonders der Zimmerleute und Holzfäller ist, führte Papst Pius XII. den 1. Mai als Gedenktag Hl. Josef, der Arbeiter ein.
Da im Pfarrgemeinderat beschlossen wurde, ab diesem Jahr jeweils zum Patronat der einzelnen Kirchen unserer Pfarrei, jeweils dort die Heilige Messe als Festgottesdienst gemeinsam zu feiern, beginnen wir damit in Trebbin am 28. April um 10:00 Uhr, in einer Kirche, die in alter Schönheit neu erstrahlt. Anschließend besteht die Gelegenheit zur Begegnung im Pfarrgarten.
So wie es auch für die ganze Kirche wichtig ist, dass durch Tod und Auferstehung an Ostern die Kirche und alle ihre Gläubigen in ursprünglicher Schönheit neu erstrahlen kann.
 

Im Gebet verbunden

Steffen Karas