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Pfarrbrief Mai Juni Juli August

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Liebe Schwestern und Brüder,


 

der Monat April dieses Jahres brachte uns die bedeutungsvollen Tage, die für Christen und ihren Glauben entscheidend sind: das Ende der Fastenzeit mit der Karwoche als ihren Abschluss, Ostern und die Tage darauf, die diese österliche Freude zum Ausdruck bringen. Für mich persönlich war es eine intensive und wichtige Zeit, in der ich mich besinnen konnte und die Schätze des Glaubens aufs Neue für mich persönlich entdecken konnte. Mit der österlichen Freude schaue ich auf meine Geschichte und bin Gott gegenüber dankbar, wie er alles geführt hat und mein Leben spannend gemacht hat.
Vor einem Monat habe ich meine schulische Ausbildung abgeschlossen: Die regelmäßigen Besuche des Fachseminars am Mittwoch und das Referendariat für Religionsunterricht gingen im März zu Ende. Am 1. April habe ich die zweite kirchliche Prüfung im Fach Katholische Religionslehre absolviert. Mit Gottes Hilfe ist es gut gegangen und ich habe sie gut bestanden. Seit dem April unterrichte ich nicht mehr in der Schule und kann der Pfarrei mehr Zeit widmen. Allerdings werde ich ab dem 29. April für den nächsten Abschnitt des Pastoralkurses in Erfurt sein. Er wird durch den ganzen Monat Mai gehen und ist schon der vierte theoretische Block in der praktischen Ausbildung. Wir werden uns dort für die Priesterweihe, die am 8. Juni stattfindet, vorbereiten. Es wird wieder die Möglichkeit geben, sich in einen Austausch mit den anderen Diakonen zu begeben und untereinander hilfreiche persönliche Erfahrungen zu teilen. Am 17. April war ich bei Erzbischof Heiner Koch zu einem Gespräch und wurde von ihm zur Priesterweihe angenommen. Sie findet am 8. Juni in Berlin statt. Am 9. Juni werde ich mit Ihnen meine Primizmesse in St. Nikolaus feiern. Ich freue mich schon darauf und bitte Sie alle, für mich in dieser Zeit zu beten. Ich danke Ihnen für Ihre bisherigen Gebete, durch die ich mich getragen gefühlt habe.
Bevor aber die Priesterweihe und andere Feierlichkeiten im Juni kommen, treten wir in den Monat Mai ein. In der katholischen Tradition wird der Monat Mai besonders dem Gedenken an die Gottesmutter Maria gewidmet. In vielen Orten finden deshalb so genannte Maiandachten und Wallfahrten zu Marienheiligtümern statt. Seit dem Mittelalter hat die Kirche versucht, heidnische Maifeste in christliche Feierlichkeiten umzuwandeln. Aus diesem Grund wurde wahrscheinlich der Mai zum Marienmonat umgedeutet und so sollte der schönste Monat des Jahres auch der „schönsten aller Frauen”, nämlich Maria, geweiht sein. Aus dem farbenreichen Aufblühen der Natur in dieser Zeit ergibt sich die Mariensymbolik des Monats Mai. Maria als Gottesmutter wird in der katholischen Spiritualität auch als erste und schönste Blüte der Erlösung, als „Frühling des Heils”, verehrt.
Prägnant für diesen Monat sind die traditionellen Maiandachten, welche an vielen Orten gefeiert werden. Erstmals wurde eine Maiandacht im Jahre 1784 in der italienischen Stadt Ferrara beim dortigen Kamillianer-Orden nachgewiesen. Diese Form der Marienverehrung verbreitete sich im 19. Jahrhundert und setzte sich schließlich weltweit in der katholischen Kirche durch. Im Jahr 1841 fand erstmals im deutschsprachigen Raum eine Maiandacht im Kloster der „Guten Hirtinnen” bei München statt. In nur kurzer Zeit folgten auch die deutschen Diözesen diesem Beispiel der Ordensschwestern. So ist es Brauch geworden, dass der Marienmonat mit feierlichen Maiandachten gestaltet wird. Wir haben auch die Möglichkeit, in diesem Monat durch die Maiandacht, das persönliche Rosenkranzgebet und vielleicht eine kleine oder sogar große Pilgerfahrt zu einem Wallfahrtsort die Beziehung zu unserer Mutter Maria zu verstärken. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine gesegnete Zeit.
 

Im Gebet verbunden

Ihr Diakon Krzysztof Gaul