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Liebe Mitglieder und Freunde unserer Pfarrgemeinde an allen Standorten in den Kirchen Mariä Unbefleckte Empfängnis, St. Albertus Magnus, St. Joseph, St. Pius X. und St. Nikolaus,
mit großer Freude und Dankbarkeit wende ich mich an Sie, weil ich mich bei Ihnen allen bedanken möchte, die meine Einladung zum gemeinsamen Gebet wahrgenommen haben und so zahlreich an der neuntägigen Novene und insbesondere am Hochfest des Heiligen Josef (19. März) teilgenommen haben. Wir haben zum ersten Mal eine solche Gebetsaktion in unserer Pfarrei an allen Standorten erleben dürfen. Ich bin voller Bewunderung für viele, die jeden Tag mit ihren Familien zu 2,5-stündigen Gebeten zur Kirche kamen. Gleichzeitig fühle ich mich durch Ihre Frömmigkeit und Ausdauer ermutigt. Es ist auch erwähnenswert, dass unsere Pfarrei um ein neues Messgewand mit dem Bild des Hl. Josef mit dem Kind Jesu reicher geworden ist, das von einem anonymen Wohltäter gestiftet wurde. Das Messgewand ist eine gemeinsame Projektarbeit von Pfarrer Karas und mir.
Mit besonderer Freude erfüllt mich die Diakonenweihe von Laurenz Zwior, der aus unserer Gemeinde stammt. Sie ist ein Zeichen, dass unsere Pfarrei lebendig ist und gute Frucht bringt. Vielleicht wird seine Entscheidung auch eine Motivation für andere junge Menschen aus unserer Pfarrei, die sich Gedanken machen, ob Jesus auch sie in die Schar seiner Jünger rufen will.
Auf dem Friedhof in Ludwigsfelde hat mir Herr Braun die Grabstätte von 19 namenlosen jungen Frauen gezeigt, die zu einer Außenstation des KZ Ravensbrück in Ludwigsfelde gehörten und im April 1945 ermordet urden. Zum 80. Jahrestag ihres Todes wollen wir ihrer würdig gedenken.
Jetzt richten unseren Blick schon auf die Karwoche und auf Ostern. Während der Karwoche möchten wir das Leiden Christi betrachten und auf unser Leben beziehen. Aus diesem Grund lade ich Sie alle ein zur aktiven Teilnahme an den liturgischen Feiern des Gründonnerstags (Einsetzung der Eucharistie und des Priestertums), des Karfreitags (Leiden, Tod am Kreuz und Begräbnis Jesu), des Karsamstags (Stille und Warten auf die Auferstehung), sowie des Ostersonntags (Tag der siegreichen Auferstehung Christi von den Toten).
Ostern lenkt unseren Blick auf die Barmherzigkeit Gottes. Gottvater hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen Sohn für uns in die Welt gesandt hat, um uns von Sünde, Tod und Verdammnis zu befreien. Durch sein kostbares Blut, das am Kreuz seinem durchbohrten Herzen entströmt ist, hat Jesus die ganze Welt und alle Menschen gereinigt, neues Leben geschenkt und wieder die Tore zum Paradies geöffnet. Das bedeutet, dass jeder Mensch eine neue Einladung von Gott bekommt, glücklich auf ewig mit Gott im Paradies zu leben. Kurz gesagt, jeder ist dazu berufen, heilig zu werden, weil Gott die Quelle der Heiligkeit ist. Heilig bedeutet, mit Gott in inniger Freundschaft zu bleiben und nach seinem Willen zu leben. Das wichtigste Gebot lautet: Gott zu lieben, sich selbst und die nahestehenden Menschen zu lieben.
Vielen von Ihnen ist die kirchlich anerkannte Offenbarung des Barmherzigen Jesus an Schwester Faustina schon bekannt. Sie wurde von ihm beauftragt, der ganzen Welt mitzuteilen, dass Jesus Christus der König der Barmherzigkeit ist und den Wunsch hat, allen Menschen, vor allem den größten Sündern, seine barmherzige Liebe zu schenken. Als Weg dorthin hat er ein Bild malen lassen mit der Unterschrift: „Jesus, ich vertraue auf Dich“, und jedem, der das Bild verehrt und seine Hoffnung auf seine Barmherzigkeit setzt, seine Gnade verheißen. Außerdem verlangte Jesus, dass alle Menschen jeden Tag um 15 Uhr zu seiner Todesstunde im Geist unter seinem Kreuz stehen und sein Leiden betrachten. Er hat jedem versprochen, der sich auf die Verdienste seines Leidens beruft, alles zu schenken, worum er bittet. Der Sonntag nach Ostern (Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit) ist der Höhepunkt der Verehrung seiner Barmherzigkeit, an dem das Herz Jesu allen Menschen offensteht.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine gesegnete Fastenzeit und die Freude der Osterzeit.
Ihr
Pater Thomas Zielonka, SDB